Vor Kurzem wurde ein Artikel in der AZ veröffentlicht, wobei über die Pläne eines Gesundheitszentrums in Küttigen berichtet wurde. Es freut uns, dass die Physiotherapie Benz Teil dieses Projekts sein und somit zur Gesundheitsarbeit in Küttigen langfristig beitragen darf. Nachdem unsere Praxis seit drei Jahren in Küttigen ist, stossen wir mit unserer Infrastruktur an Grenzen. Wir freuen uns darauf, unser Praxisangebot im neuen Projekt weiter auszubauen. Durch den Zusammenschluss der Betriebe der Hausarztpraxis, Apotheke, Zahnarzt, Spitex und der Physiotherapie streben wir eine enge Zusammenarbeit an, die zur Freude unsererseits und zum Nutzen der Patienten und Kunden werden soll.

Hier der Link zum AZ Artikel:
https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/aarau/neues-medizin-zentrum-geplant-zahnarzt-hausarzt-spitex-apotheke-und-physio-vereint-134677829

Die Physiotherapie Benz sucht nach wie vor nach einer/m Physiotherapeutin / Physiotherapeuten mit ca. 40-70 Stellenprozent. Wir freuen uns über Bewerbungen!

Allen ist wohl klar, dass die Beine einen wichtigen Bestandteil unserer Lebensqualität darstellen, da sie uns mehr Mobilität und Selbstständigkeit gewähren. Wie schätzen Sie Ihre Beinkraft ein? Ihrem Alter entsprechend gut? Mit einem einfachen Test können Sie sich selber einstufen und davon sogleich eine Kraftübung für die Beine ableiten.

Artikel im PDF: Sit to Stand LuG_Juli_August_2016_Benz

Warum ist die Beinkraft wichtig?

Die positiven Auswirkungen von trainierten Beinen zeigen ich nicht nur in kräftigeren Beinen. Die Beinkraft gibt uns auch einen Anhaltspunkt bezüglich der Belastbarkeit unseres Körpers. Dies ist im Zusammenhang mit Herzkreislauferkrankungen besonders wichtig. In Amerika hat man bei Büroangestellten festgestellt, dass sie täglich teilweise nicht einmal 500 Meter zu Fuß unterwegs sind. Klar, dass dabei die Beine schwach werden. Dabei ist jedoch die Gefahr für Herzkreislaufbeschwerden bei Minderdurchblutung noch relevanter. Die Beinmuskulatur stellt die größte Muskelgruppe dar. Durch das Training dieser Partien verbessert sich der gesamte Stoffwechsel. Andere Körperteile, zum Beispiel der Rumpf, profitieren automatisch auch davon. Kräftige Muskeln sind meist reaktionsbereiter, was dem Gleichgewicht nützt. Gerade bei älteren Menschen ist darauf zu achten, dass die Beine kräftig bleiben und dadurch die Gangsicherheit gefördert wird. Kann eine Person nicht mehr selber aufstehen, ist sie in ihrer Mobilität enorm eingeschränkt und sollte dringend «beübt» werden. Dabei muss auf die Sicherheit geachtet werden, damit sie nicht stürzt.
Eine gute Beinkraft ist für alle Menschen bedeutsam. Sie ist jedoch von Geschlecht, Alter, Beruf, Anforderungen im Alltag und Hobbys abhängig.

Der Test

Zur Messung der funktionellen Beinkraft führen wir den 1-Minuten-Aufsteh-Absitz-Test (Sit-to-Stand-Test*) durch. Dieser ist einfach durchzuführen
und benötigt neben einem Stuhl nur eine Stoppuhr oder einen Wecker.

Ziel: Eine Minute lang so oft und so schnell wie möglich aufstehen und sich wieder setzen.

Ausführung: Die Arme sind dabei vor der Brust verschränkt. Die Arme dürfen nicht auf den Beinen abgestützt werden, da sonst die Aussage für die Beinkraft nicht mehr stimmt. Es muss ganz aufgestanden werden, sodass die Beine gestreckt sind und der Oberkörper aufrecht ist. Beim Hinsetzen muss die Stuhlfläche mindestens mit dem Gesäß berührt werden. Pausen sind erlaubt, falls nötig. Die Zeit läuft dann selbstverständlich weiter.
Bei Auftreten von Herzbeschwerden, Druck auf der Brust oder Atemnot muss der Test abgebrochen werden.

Die Auswertung

Nachdem Sie den Test absolviert haben, können Sie in der nachfolgenden Tabelle (unten angefügt) nachschauen, wo Sie stehen. Die Tabelle ist nach Geschlecht unterschieden. Suchen Sie in der linken Spalte Ihre Altersgruppe und danach in der gleichen Zeile den Bereich, in dem sich Ihr Resultat befindet. Sind Sie unter oder über dem Durchschnitt in Ihrer Altersgruppe?

Die Übung

Sollten Sie unter dem Durchschnitt sein, empfehle ich Ihnen, dies als Ansporn zu nehmen, Ihren Wert in den nächsten Wochen zu verbessern.
Den Test kann man natürlich auch als Kraftübung durchführen. Dabei empfiehlt es sich, 10-20 Wiederholungen an 3-4 Serien durchzuführen. Diese
Übung eignet sich besonders für weniger sportliche oder ältere Leute. Versuchen Sie, 6-12 Wochen lang 3-5 Mal die Woche zu üben, und dann wiederholen Sie den Test. Veränderungen sind Ihnen gewiss!

Für Männer

Alter / Bewertung Sehr schwach Eher schwach Durchschnitt Gut Sehr gut
20-24 27 41 50 57 72
25-29 29 40 48 56 74
30-34 28 40 47 56 72
35-39 27 38 47 58 72
40-44 25 37 45 53 69
45-49 25 35 44 52 70
50-54 24 35 42 53 67
55-59 22 33 41 48 63
60-64 20 31 37 46 63
65-69 20 29 35 44 60
70-74 19 27 32 40 59
75-79 16 25 30 37 56

 

Für Frauen

Alter / Bewertung Sehr schwach Eher schwach Durchschnitt Gut Sehr gut
20-24

31

39 47 55 70
25-29 30 40 47 54 68
30-34 27 37 45 51 68
35-39 25 37 42 50 63
40-44 26 35 41 48 65
45-49 25 35 41 50 63
50-54 23 33 39 47 60
55-59 21 30 36 43 61
60-64 20 28 34 40 55
65-69 19 27 33 40 53
70-74 17 25 30 36 51
75-79 13 22 27 30 43

 

 

 

Quelle:

*Population-based reference values for the 1-min sit-to-stand test
Alexandra Strassmann • Claudia Steurer- Stey • Kaba Dalla Lana • Marco Zoller • Alexander J. Turk • Paolo Suter • Milo A. Puhan Received: 20 May
2013 / Revised: 9 August 2013 / Accepted: 14 August 2013 Swiss School of Public Health 2013

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Vorbereitung auf den Wintersport

Wenn Leute aus dem Ausland über typische Merkmale der Schweiz reden, findet man unter den ersten drei Antworten neben Schoko- lade und Käse die Alpen. Die Vorstellung, dass jeder Schweizer und jede Schweizerin Ski fährt, schrammt jedoch leicht an der Realität vorbei. Und doch kann man die Schweiz als ein Land des Winter- sports bezeichnen. Unsere Spitäler spiegeln im Winter die dunkle Seite davon wider.

 Prävention lohnt sich

Vorbeugen ist natürlich im- mer besser als sich im Nachhi- nein operieren lassen zu müs- sen. Leider denken wir in der Phase, in welcher die Präventi- on sinnvoll wäre, meist nicht da- ran, dass wir uns verletzen könn- ten. Dadurch haben wir einen bedeutend geringeren Beweg- grund, uns vorbeugend zu be- tätigen. Selbstverständlich um- fasst Prävention im Wintersport viel mehr als die reine körper- liche Vorbereitung. Und doch ist es eben dieser Punkt, bei dem man ansetzen und begin- nen sollte. Korrekte Verhaltens-

kann man mit entsprechender Vorbereitung das Verletzungsri- siko senken. Eine gute Vorberei- tung kann nicht früh genug be- ginnen.

Körperliche Vorbereitung

Eine gute technische Schu- lung der Fahrweise und ein an- gepasster Fahrstil gehören zum selbstverständlichen Funda- ment im Wintersport. Da der Schnee gewöhnlich erst mit dem Winter kommt, verbringen die meisten Leute drei Viertel des Jahres ohne Skisport. Kör- perlich unvorbereitet loszufah- ren stellt ein erhebliches Risiko dar. Bei der Vorbereitung geht es nicht nur um die bloße «Roh- kraft» der Beine, sondern auch um eine gute muskuläre Kont- rolle im Sinne der Koordination, Kraftausdauer und Beinstabilität sowie der Rumpfkraft. Wer sich

«auf die Bretter stellt», muss hohen Anforderungen gerecht werden! Im Folgenden finden Sie sechs Übungen, mit denen Sie sich auf Elemente des Win- tersports vorbereiten können. Nehmen Sie sich zwei- bis drei- mal die Woche Zeit dafür, damit Sie   einen   nachhaltigen Effekt

Vorsicht Unfall!

Jeder vierte Schweizer fährt Ski oder Snowboard. Die SUVA-Statistik zeigt, dass da- von 65´000 Personen pro Jahr verunfallen. Bezogen auf alle Sportunfälle im Jahr machen die Wintersportunfälle 28 % aus (Fußball 26 %). Die jährlichen Kosten dafür belaufen sich auf 321 Millionen Franken, die von den Unfallversicherungen ge- deckt werden müssen (inklusi- ve Lohnersatz). Prävention kann hier somit einen wesentlichen wirtschaftlichen Einfluss aus- üben!

weisen während des Ski- oder Snowboardfahrens bieten viele zusätzliche Möglichkeiten, Un- fällen vorzubeugen.

Wenn wir die Art der häu- figen Verletzungen betrachten, erkennen wir, dass bei Skiun- fällen meistens die Beine be- troffen sind, davon besonders oft die Kniegelenke (z. B. Kreuz- bandriss, Meniskus- oder sons- tige Bänderverletzungen). Bei Snowboardern sind dagegen Verletzungen der Arme (v. a. der Schultern) häufiger der Fall. Na- türlich können nicht alle Unfäl- le verhindert werden, dennoch

verspüren. Allen Ski- und Snow- boardfahrern wünsche ich eine sichere Fahrt!

1.   Einbein-Stand und

«Acht malen»

  • Ausgangslage: Stand auf einem
  • Ausführung: Mit dem Fuß in der Luft eine große Acht malen.
  • Variante: eine kleine schnel- le Acht malen oder die Übung während des Zähne- putzens ausführen.
  • Wiederholungen: mindes- tens 3 Mal 30

2. Sitzen an der Wand

  • Ausgangslage: Sich an eine Wand Die Beine sind hüftbreit auseinander. Sich so tief wie möglich setzen (max. 90° Winkel in den Kni- en).
  • Ausführung: Diese Position so lange halten, bis eine Er- müdung in den Oberschen- keln spürbar wird. Dies kann von 30 Sekunden bis zu meh- reren Minuten
  • Wiederholungen: 1–3

3. Beinstabilität

  • Ausgangslage: Auf einem Bein stehend, das Knie leicht gebeugt. Bei Bedarf mit einer Hand leichtes Abstützen an einer Wand. Wenn möglich, ohne Abstützen.
  • Ausführung: Das Bein, das nicht auf dem Boden steht, mit gebogenem Knie aus der Hüfte heraus abspreizen. Der Oberkörper darf sich da- bei auch etwas ausdrehen, solange sich das auf dem Boden stehende Bein nicht bewegt und die Knieschei- be nach vorne ausgerichtet bleibt.
  • Wiederholungen: 10–20 Mal, 2–3

4. Kniebeugen einbeinig

  • Ausgangslage: Auf einem Bein stehend, bei Bedarf mit einer Hand an der Wand ab- stützend.
  • Ausführung: Eine Kniebeu- gung mit dem Standbein ausführen, ohne dabei das andere Bein abzusetzen. Zu Beginn nur kleine Beugung durchführen, mit Übung und Sicherheit kann diese ver- größert und somit erschwert werden.
  • Wiederholungen: 10–15 Mal, 2–3

6. Sprung-Squats

  • Ausgangslage: Hüftbreiter Stand, leichte Hocke-Position.
  • Ausführung: Kleiner Streck- sprung (Sprung in die Luft, wobei sich die Knie und Füße vollständig strecken).
  • Wiederholungen: 10–15 Mal, 2–3

Siehe Originalbeitrag in PDF